Der Leitfaden für WordPress-Wartung
WordPress-Wartung, verständlich erklärt.
Was dazugehört, was es kostet und wann du es besser abgibst. Ohne Panikmache, mit Zahlen aus dem echten Betrieb.
Die 7 Bausteine der WordPress-Wartung
WordPress ist keine fertige Software, sondern ein System aus Core, Theme, Plugins und Server. Jeder Teil verändert sich laufend. Wartung heißt, diese Teile im Takt zu halten.
Core-Updates
WordPress selbst bekommt mehrmals im Jahr Sicherheits- und Wartungsreleases. Kleine Updates sofort, große nach Backup und Test.
Zur AnleitungPlugin- und Theme-Updates
Die meisten erfolgreichen Angriffe laufen über veraltete Plugins. Hier passiert der größte Teil der Wartungsarbeit.
Zur AnleitungBackups
Dateien und Datenbank, außerhalb des Webspace gespeichert und mindestens einmal im Jahr testweise zurückgespielt.
Was ein gutes Backup ausmachtSicherheit
Firewall, Login-Härtung, Malware-Scan, Datei-Editor aus. Eine normale Firmenseite wehrt mehrere tausend Angriffsversuche im Monat ab.
Was wirklich schütztMonitoring
Ist die Seite erreichbar, läuft das SSL-Zertifikat, kommen Formulare an? Ohne Monitoring merkst du Ausfälle erst, wenn ein Kunde anruft.
In der ChecklistePerformance
Caching, Bildgrößen, Datenbank-Ballast und PHP-Version. Eine Seite wird mit jedem Monat ohne Pflege ein bisschen langsamer.
In der ChecklisteRechtliches
Datenschutzerklärung aktuell, Cookie-Banner funktioniert, keine Drittdienste, die vor der Einwilligung laden.
In der ChecklisteWie viel Zeit kostet das selbst?
Realistische Werte für eine normale Firmenseite mit 15 bis 25 Plugins. Shops und Seiten mit vielen Erweiterungen liegen deutlich darüber.
| Aufgabe | Intervall | Minuten pro Monat |
|---|---|---|
| Updates prüfen, Backup machen, einspielen | wöchentlich | 80 |
| Sichtprüfung nach Updates (Startseite, Formulare, Checkout) | wöchentlich | 40 |
| Backup kontrollieren und extern ablegen | wöchentlich | 20 |
| Sicherheits-Scan, Logs, unbekannte Benutzer | monatlich | 15 |
| Ladezeit messen, Cache prüfen | monatlich | 10 |
| Plugins ausmisten, Datenbank aufräumen | quartalsweise | 10 |
| Rechtstexte und Cookie-Banner prüfen | quartalsweise | 7 |
| Backup testweise wiederherstellen | halbjährlich | 10 |
| Summe | rund 3 Stunden | |
Dazu kommt die Zeit, die nicht planbar ist: ein Update, das die Seite zerlegt, ein Plugin, das nach dem Update nicht mehr mit dem Theme spricht, ein Hoster, der die PHP-Version anhebt. Das sind die Stunden, die wirklich wehtun. Was das in Geld bedeutet.
Zwei Wege. Beide sind in Ordnung.
Die Frage ist nicht, ob du es könntest. Die Frage ist, ob du es jede Woche tust.
Selbst machen
Passt, wenn du technisch sicher bist, die Seite dir gehört und du dir die Routine wirklich in den Kalender schreibst.
- Du brauchst: Backup-Plugin, Staging oder Mut, 3 Stunden im Monat
- Du lernst, wie deine Seite funktioniert
- Risiko: Updates werden aufgeschoben, bis etwas passiert
Abgeben
Passt, wenn die Seite Umsatz bringt oder Anfragen liefert und ein Ausfall mehr kostet als die Wartung.
- Ab 39 € netto im Monat für Updates, Backups und Monitoring
- Jemand haftet und dokumentiert
- Risiko: schlechte Anbieter, die nur den Update-Button drücken
Unser Dienst
Ammera Care: Wartung, die jeden Schritt nachweist.
Updates, Backups, Monitoring und Monatsbericht ab 39 € netto im Monat, monatlich kündbar. Jede Aktion wird mit Zeitstempel protokolliert, jedes Update erst nach Backup und Test ausgeführt, jede Auffälligkeit automatisch zurückgerollt.
Ammera Care ansehenTransparenz: Ammera ist der Wartungsdienst der Ammersee Media GmbH, die auch diese Seite betreibt. Du musst ihn nicht buchen, um diesen Leitfaden zu nutzen.
- Pflicht-Backup vor jedem Update, Rollback bei Fehlern
- Tägliche Malware-Scans mit Quarantäne statt Löschen
- Uptime-Monitoring im Minutentakt
- Module für Sicherheit, DSGVO, Speed und Shops dazu buchbar
- Kostenloser Website-Check zeigt vorher, wo deine Seite steht
Der Leitfaden im Detail
Wartungs-Checkliste
Wöchentlich, monatlich, jährlich. Zum Abhaken im Browser und zum Ausdrucken.
ÖffnenWas kostet WordPress-Wartung?
Marktpreise 2026 nach Website-Typ, was in billigen Paketen fehlt, was Selbstmachen wirklich kostet.
LesenWordPress selbst warten
Die Monatsroutine Schritt für Schritt, mit den Fallen, in die auch Profis laufen.
LesenDer Wartungsvertrag
Was drinstehen muss, welche Formulierungen Warnsignale sind, zwei Betreuungsmodelle im Vergleich.
LesenSicherheit
Welche Maßnahmen Angriffe wirklich verhindern und welche nur ein gutes Gefühl geben.
LesenWartungsmodus aktivieren
Drei Wege, den Wartungsmodus einzuschalten, und wie du Google dabei nicht verlierst.
LesenHäufige Fragen
Wie oft muss WordPress aktualisiert werden?
Sicherheitsupdates sofort, alles andere wöchentlich geprüft. WordPress-Core erscheint drei- bis viermal im Jahr als Hauptversion, dazu kommen Wartungsreleases. Bei 20 Plugins hast du praktisch jede Woche mindestens ein Update.
Reicht das Backup meines Hosters?
Als zweite Sicherung ja, als einzige nein. Hoster-Backups liegen auf derselben Infrastruktur, werden oft nach 7 bis 14 Tagen überschrieben und sichern nicht immer die Datenbank zum selben Zeitpunkt wie die Dateien. Du brauchst eine Kopie außerhalb des Webspace.
Was passiert, wenn ich gar nichts mache?
Erst einmal nichts, das ist das Tückische. Nach einigen Monaten häufen sich bekannte Sicherheitslücken in Plugins, die automatisiert abgesucht werden. Irgendwann landet Spam auf der Seite, Google warnt Besucher, oder die Seite ist nach einem PHP-Update des Hosters weiß.
Ist Wartung dasselbe wie Hosting?
Nein. Hosting stellt den Server bereit. Wartung kümmert sich um das, was auf dem Server läuft: WordPress, Theme, Plugins, Backups, Sicherheit. Managed-WordPress-Hoster übernehmen einen Teil davon, meist Core-Updates und Backups, aber selten Plugin-Updates mit Test.
Kann ich einen Wartungsvertrag monatlich kündigen?
Bei seriösen Anbietern ja. Jahresverträge mit automatischer Verlängerung sind ein Warnsignal, es sei denn, der Preisvorteil ist erheblich und du kannst die Leistung vorher testen.
Bist du dir sicher, dass WordPress das richtige System ist?
WordPress ist nicht für jedes Projekt die beste Wahl. Wer nur eine Visitenkarte braucht und sich nicht um Updates kümmern will, fährt mit einem Baukasten oft besser. Wer einen Shop mit 5.000 Artikeln betreibt, sollte Shopware oder Shopify kennen. Der CMS-Checker zeigt dir in wenigen Fragen, welches Content-Management-System zu deinem Vorhaben passt, und erkennt auf Wunsch, welches CMS hinter einer beliebigen Website steckt.
Weitere Ratgeber von Ammersee Media
Unabhängige Vergleiche aus unserer Redaktion zu Werkzeugen, die du rund um deine Website brauchst.