Entscheidung
Was kostet WordPress-Wartung?
Zwischen 15 und 300 € im Monat, je nachdem, was die Seite tut und was der Anbieter wirklich leistet. Hier ist die Spanne erklärt.
Marktpreise 2026
Wir haben die Angebote deutscher Wartungsanbieter verglichen. Die Preise sind netto pro Monat und Website. Jahreszahlung bringt meist einen bis zwei Monate Rabatt.
| Website-Typ | Preisspanne | Was üblicherweise enthalten ist |
|---|---|---|
| Basis Visitenkarte, kleiner Blog | 15 – 50 € | Updates, Backup, oft ohne Test nach dem Update und ohne Monitoring |
| Business Firmenseite mit Formularen, 15–30 Plugins | 50 – 150 € | Updates mit Sichtprüfung, externe Backups, Uptime-Monitoring, Sicherheits-Scan, Monatsbericht |
| Shop WooCommerce, Buchungssystem, Mitgliederbereich | 100 – 300 € | Zusätzlich Staging-Tests, Checkout-Überwachung, kürzere Reaktionszeiten, mehr Backups |
| Agentur / Enterprise Mehrsprachig, Multisite, individuelle Entwicklung | 300 € und mehr | Individuelle Vereinbarung, feste Ansprechpartner, Stundenkontingent |
Warum ein Shop mehr kostet, obwohl die Arbeit dieselbe ist
Der Update-Knopf ist bei einem Shop derselbe wie bei einer Visitenkarte. Der Unterschied ist das Risiko. Wenn bei einer Visitenkarte ein Update die Seite stört, fällt es jemandem am nächsten Tag auf. Wenn beim Shop der Checkout nach einem WooCommerce-Update hängt, kostet jede Stunde Umsatz. Der Anbieter muss also vorher auf einer Kopie testen, Update-Fenster wählen, den Bestellprozess nach jedem Update durchspielen und schneller reagieren. Das ist Menschenzeit, und die kostet.
Umgekehrt gilt: Wer für eine Visitenkarte 150 € im Monat zahlt, zahlt für Leistung, die er nicht braucht.
Was in günstigen Paketen fehlt
Bei 15 bis 30 € im Monat kann ein Anbieter pro Seite nur wenige Minuten Arbeitszeit einplanen. Das reicht für automatisierte Updates und ein Backup. Diese Punkte fehlen dann meistens:
- Test nach dem Update. Das Update läuft durch, aber niemand prüft, ob die Seite noch korrekt aussieht und das Formular funktioniert.
- Backup vor jedem Update. Es gibt ein tägliches Backup, aber nicht eines unmittelbar vor der Änderung. Ein Rollback bringt dich dann auf den Stand von heute Nacht, inklusive aller Bestellungen, die seitdem eingegangen sind.
- Externer Speicherort. Das Backup liegt auf demselben Server wie die Seite.
- Fehlerbehebung. Wenn ein Update die Seite zerlegt, ist die Reparatur eine kostenpflichtige Zusatzleistung.
- Nachweis. Du bekommst keine Übersicht, was wann gemacht wurde. Ob überhaupt etwas gemacht wurde, kannst du nicht prüfen.
„Was passiert, wenn ein Update meine Seite kaputt macht?" Die Antwort muss lauten: automatisches Rollback auf das Backup von unmittelbar vorher, Analyse, Reparatur ohne Zusatzkosten. Alles andere ist kein Wartungsvertrag, sondern ein Update-Abo.
Was Selbstmachen kostet
„Kostenlos" stimmt nur, wenn deine Zeit nichts wert ist. Eine normale Firmenseite braucht rund drei Stunden im Monat, wenn alles glatt läuft. Dazu kommen die Stunden, die nicht planbar sind.
| Posten | Pro Jahr |
|---|---|
| Planbare Wartung, 3 Stunden im Monat zu einem eigenen Stundensatz von 60 € | 2.160 € |
| Ein bis zwei Vorfälle pro Jahr (Update-Konflikt, PHP-Umstellung, Plugin-Ausfall), je 3–6 Stunden Fehlersuche | 360 – 720 € |
| Backup-Plugin Premium, externer Speicher, Sicherheits-Plugin | 100 – 250 € |
| Ein Einbruch mit Bereinigung durch einen Dienstleister, statistisch etwa alle 5 Jahre bei ungewarteten Seiten | anteilig 150 – 400 € |
| Summe | 2.800 – 3.500 € |
Zum Vergleich: Ein Business-Wartungsvertrag kostet 600 bis 1.800 € im Jahr. Selbstmachen lohnt sich finanziell nur, wenn du die Arbeit ohnehin gern machst oder dein Stundensatz deutlich unter 30 € liegt. Wie die Routine aussieht, steht in der Anleitung zum Selbstwarten.
Rechenbeispiel mit Modulen
Unser eigener Dienst Ammera Care arbeitet mit Modulen statt Paketen. Das Basismodul enthält, was jede Seite braucht, der Rest wird nach Bedarf dazugebucht. Preise netto pro Monat, monatlich kündbar:
| Beispiel | Module | Preis |
|---|---|---|
| Visitenkarte, Verein, Blog | Core (Updates, Backups, Monitoring, Monatsbericht) | 39 € |
| Firmenseite mit Kontaktformular | Core + Shield (Sicherheit) + Lex (DSGVO) | 89 € |
| WooCommerce-Shop | Core + Commerce (Checkout-Überwachung, schonende Update-Fenster) | ab 78 € |
| Firmenseite, die Leads bringen soll | Core + Speed + Grow (SEO und KI-Sichtbarkeit) | 103 € |
Alle Module und Preise stehen auf ammera.de. Der kostenlose Website-Check zeigt vorher, welche Module für deine Seite überhaupt sinnvoll sind.
Worauf du beim Preisvergleich achtest
- Pro Website oder pro Kunde? Die meisten Preise gelten pro Installation. Wer drei Seiten hat, zahlt dreimal, oft mit Staffelrabatt.
- Was kostet die Reparatur? Inklusive, Stundensatz oder gar nicht angeboten?
- Laufzeit und Kündigung. Monatlich kündbar ist Standard bei seriösen Anbietern. Jahresverträge nur mit deutlichem Rabatt.
- Was ist mit Shop-Plugins, Page-Builder-Lizenzen, Premium-Themes? Manche Anbieter stellen Lizenzen für Elementor Pro oder WP Rocket aus ihrer Agenturlizenz, das spart 50 bis 200 € im Jahr.
- Bekommst du einen Bericht? Ohne Protokoll kannst du nicht prüfen, ob die Leistung erbracht wurde.
Mehr dazu auf der Seite Wartungsvertrag: was drinstehen muss.