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Entscheidung

Der Wartungsvertrag

Ein Wartungsvertrag ist ein Versprechen für den Fall, dass etwas schiefgeht. Deshalb kommt es auf die Stellen an, über die man beim Abschluss nicht nachdenkt.

Neun Punkte, die geregelt sein müssen

  1. Leistungsumfang konkret. Nicht „regelmäßige Updates", sondern: Core, Themes, Plugins, in welchem Rhythmus, mit Backup davor und Prüfung danach. Was nicht aufgezählt ist, ist nicht enthalten.
  2. Backups: Häufigkeit, Speicherort (außerhalb des Webspace?), Aufbewahrungsdauer, Zugriff für dich. Kannst du ein Backup selbst herunterladen, auch nach Vertragsende?
  3. Was passiert bei einem Update-Fehler. Rollback inklusive? Reparatur inklusive oder nach Stundensatz? Bis zu welchem Zeitpunkt wird wiederhergestellt?
  4. Reaktionszeit. Bei Ausfall der Seite: innerhalb von 4 Stunden, 24 Stunden, am nächsten Werktag? Gilt das auch am Wochenende? Unterscheide Reaktionszeit (jemand meldet sich) und Lösungszeit (es funktioniert wieder).
  5. Hackbereinigung. Inklusive, pauschal oder nach Aufwand? Ein Einbruch ist der teuerste Fall und wird gern ausgeklammert.
  6. Nachweis. Bekommst du ein Protokoll oder einen Monatsbericht? Ohne Nachweis kannst du die Leistung nicht prüfen.
  7. Zugänge und Eigentum. Die Seite gehört dir, alle Zugänge liegen bei dir, der Anbieter hat einen eigenen Benutzer, den du jederzeit löschen kannst. Lizenzen, die der Anbieter stellt, verfallen bei Kündigung, das muss klar sein.
  8. Laufzeit und Kündigung. Monatlich kündbar ist Standard. Bei Jahresverträgen: Kündigungsfrist, automatische Verlängerung, Preis bei Verlängerung.
  9. Datenschutz. Der Anbieter hat Zugriff auf personenbezogene Daten in deiner Datenbank (Formulare, Bestellungen, Benutzer). Dafür braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Wer keinen anbietet, kennt die Grundlagen nicht.

Sechs rote Flaggen

Zwei Betreuungsmodelle

Wartungsanbieter unterscheiden sich weniger im Preis als darin, wie die Arbeit organisiert ist. Beide Modelle unten betreibt die Ammersee Media GmbH, die auch diese Seite herausgibt. Wir beschreiben sie, weil wir die Unterschiede aus dem eigenen Alltag kennen, nicht weil eines besser wäre.

Persönlich betreut

Ein fester Ansprechpartner, der deine Seite kennt. Updates von Hand, Telefon, Rückfragen per Mail. Das klassische Agenturmodell.

  • Passt für: Seiten mit viel Individualentwicklung, Kunden, die Dinge besprechen wollen
  • Stärke: Erfahrung, Kontext, Beratung inklusive
  • Grenze: Menschenzeit ist knapp, der Takt ist monatlich, nicht täglich

wp-website-service.de, Pakete Basic, Plus, Premium ab 39 € netto, mit Thomas und Daniel als Ansprechpartnern.

Automatisiert mit Nachweis

Ein System prüft deine Seite im Minutentakt, spielt Updates mit Pflicht-Backup und Rollback ein, scannt täglich auf Malware und schreibt jeden Schritt ins Protokoll. Menschen entscheiden nur die Ausnahmen.

  • Passt für: Firmenseiten, Shops, alle, die Nachvollziehbarkeit wollen
  • Stärke: täglicher Takt, lückenloses Protokoll, Module nach Bedarf, monatlich kündbar
  • Grenze: kein Mensch am Telefon für Beratung, Support läuft über Tickets

ammera.de, Core-Modul 39 € netto, so funktioniert es.

Managed Hosting als dritte Option?

Managed-WordPress-Hoster übernehmen Core-Updates, Backups und oft eine Firewall. Das ist ein guter Teil der Wartung, aber nicht alles: Plugin-Updates mit Test, Sichtprüfung, Malware-Bereinigung und Rechtliches bleiben bei dir. Für kleine Seiten kann das reichen. Was die Anbieter unterscheidet, steht im Artikel Managed WordPress Hosting.

Vor der Unterschrift

Lass dir einen Beispielbericht zeigen. Frag, wie ein Rollback abläuft. Frag, wer Zugriff auf dein Backup hat. Und prüfe, ob die Preise auf der Website stehen und zum Angebot passen. Was ein fairer Preis für deine Seite ist, steht auf der Kostenseite.